|
|
27 Chronischer Schmerz und depressive Störungen |
![]() 27 Chronischer Schmerz und depressive
Störungen
Die Gemeinsamkeiten von Schmerzerlebnissen und affektiven Erkrankungen sowie ihre Interaktionen sind nicht nur theoretisch interessant, sondern von erheblicher Bedeutung für die Betroffenen, ihre behandelnden Ärzte und die Versorgungssysteme: Depressionen verstärken die einschränkenden Wirkungen des Schmerzes in Beruf und Gesellschaft (32). Übereinstimmend wurde gefunden, dass depressive Schmerzpatienten weniger aktiv sind als Kontrollpersonen ohne Depression (6, 13). Wenn bei Schmerzpatienten zusätzlich eine Depression vorhanden ist, so bestimmt dies Verlauf und Behandlungsergebnis, Beeinträchtigung und Behinderung mit (10). Wird bei chronischem Schmerz eine Depression nicht erkannt, bedeutet das „Therapieresistenz“ (34). Die medizinischen Versorgungseinrichtungen werden in erhöhtem Maße beansprucht (28). Nicht nur teuere Diagnostik, wiederholte und erfolglose Rehabilitationsmaßnahmen, sondern auch frustrane Therapieversuche können also auf unbeachtete Melancholien zurückgeführt werden... |